Messer für 10€...kann das was sein?!?
- 9. Feb. 2024
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Weihnachten 1981 habe ich mir gefreut wie ein kleines Kind,...nachdem ich meinen ersten Jagdschein gelöst habe, lag jetzt unter dem Weihnachtsbaum ein Puma Jagdklappmesser! Zwar schwer wie eine Rolle Fünfmarkstücke, aber neben der normalen Klinge mit Aufbrechklinge, Säge, Nähdorn und - wer braucht ihn nicht - einem Korkenzieher.
Natürlich ging es dann gleich nach Weihnachten raus ins Revier, dass neue Jagdmesser musste ja getestet und ausgeführt werden. Ja, so war das damals... ein Jäger brauchte ein richtiges Jagdmesser. Am besten mit vielen Funktionen, meistens als Klappmesser und natürlich standesgemäß mit Hirschhorngriffschalen.
Schon damals haben solche Jagdmesser oft mehr als Hundert Mark gekostet und manch ein solches Jagdmesser hat dann nach getaner Arbeit im Zuge der noch anstehenden Bergung dann nicht wieder in die heimatliche Hosentasche gefunden.
Oft denke ich noch heute daran, wieviel wertvolle Schätze (Messer) vergessen in der Landschaft ein kordierendes Ende finden.
Heute bin ich da viel pragmatischer. In der Regel verwende ich die "Moramesser" (oder auch ähnliche Marken). Diese Messer sind scharf und schnitthaltig, lassen sich gut pflegen und säubern und auch das nachschärfen ist kein Problem. In der Regel zieht man das Messer ein paarmal über den Wetzstahl und schon reicht die Schärfe wieder für weitere 1-2 Stücke. Kurz nach getaner Arbeit wieder sauber abspülen und rein in die Kunststoffscheide. Früher hatte sich so manch kleiner Festtagsbraten in den Hirschhornschalen festgesetzt oder den Mechanismus des Klappmessers blockiert. das ist heute sehr viel einfacher und sauberer.
Auch die Säge für das Schloßaufbrechen wird heute kaum vermisst. In der Regel ringeln wir und auch der Brustkorb lässt sich mit etwas Erfahrung hervorragend mit dem Messer öffnen. Sollte es dann doch mal ne Nummer Größer und schneller gehen, verwende ich gerne das Gekrösemesser von Dick.

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